Im Winter verwandelt der Schnee den Wald in eine Karte des Wildlebens. Jede Spur erzählt eine Geschichte über die Tiere, die durch die Wälder und Wiesen rund um die Gemeinde gezogen sind, oft während die Menschen noch schliefen.
Nach dem ersten Schneefall verändert sich die Landschaft vollständig. Die weiße Decke bewahrt für kurze Zeit jeden Schritt, jedes Innehalten und jede Durchquerung des Waldes. Orte, die im Sommer still wirken, füllen sich plötzlich mit Zeichen eines verborgenen Lebens.
Die am häufigsten gefundenen Spuren gehören dem Fuchs, dem Reh und dem Hasen. Jede Art hinterlässt eine andere Zeichnung im Schnee. Manche Spuren bilden nahezu perfekte Linien, andere scheinen über die Wiesen zu springen oder zwischen den Bäumen zu verschwinden.
Manchmal endet eine Spur jäh neben einem gefallenen Stamm. Andere Male durchquert sie eine ganze Lichtung ohne Zögern. Für jene, die aufmerksam gehen, wird der Schnee zu einem offenen Buch, in das der Wald seine nächtliche Aktivität einträgt.
Kalte Morgen bieten die besten Bedingungen für die Beobachtung. Bevor Wind, Sonne oder ein neuer Schneefall sie bedecken, bleiben die Spuren klar und leicht mit dem Blick zu verfolgen.







